Der Skorpion
Der Skorpion gehört zu den ältesten Spinnentieren. Sein Hinterleib besteht aus 13 Gliedern und am letzten befindet sich der giftige Stachel. Der Kopf- und Brustteil ist ähnlich dem Krebs gepanzert und hat Scheren und vier Paar Fühler. Skorpione sind nächtliche, Wärme liebende Tiere, die ihrer Beute – Insekten und Spinnen – stundenlang auflauern, um sie dann blitzartig mit ihren Scheren zu umklammern und mit ihrem giftigen Stachel zu töten. Das Gift mancher tropischer Arten ist auch für den Menschen tödlich. Von Skorpionen geht ähnlich wie von Schlangen eine eigenartige Faszination aus. Man fürchtet sich und ist dennoch zugleich angezogen und fasziniert. Außerdem ranken sich um dieses Tier Mythen und bestimmt auch viele Märchen. So erzählt eine griechische Sage, dass die Erdenmutter Gaia den großen Jäger Orion von einem gigantischen Skorpion töten ließ. Am Himmel liegen sich daher die Sternbilder Orion und Skorpion genau gegenüber.
Immer wieder wird auch auf den Liebestanz sich paarender Skorpione verwiesen, der sich manchmal über Tage hinziehen soll, und bei dem sich beide Tiere völlig verausgaben. Hartnäckig hält sich auch das Gerücht, dass sich Skorpione, wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen, selbst töten. Aus südlichen Ländern hört man, dass ein plötzlich auftauchender Skorpion den Tod eines Menschen verkünden würde, und dass die Zahl 13 eine Unglückszahl sei, weil auch der Skorpion aus 13 Gliedern besteht. Auch das wird berichtet: Wird der Skorpion alt, soll er sich selbst töten. Gleichzeitig sagt man, er sei eigentlich ein unsterbliches Wundertier. In Zauberbüchern wird verkündet, das Pulver getrockneter Skorpione verleihe Potenz; und ein Schwert, dessen Spitze in das Blut eines Skorpions getaucht worden sei, würde niemals zerbrechen.
Erich Bauer
P.S: Das nächste Mal schreibe ich wieder über den Sternenhimmel und die Planeten, das achte Zeichen des Skorpions ist am 22.11.2022 vorüber.



Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!